Nach der Betriebsaufgabe der holzverarbeitenden Nussbaumer AG am Standort Flüh stehen im Ortskern das ehemalige Fabrikareal zur Neunutzung und Überbauung zur Verfügung.
Eine Analyse der Siedlungsstruktur zeigt sehr spezifische topografische Gegebenheiten, eine ungeschlossene Bebauung, halböffentliche Höfe und gleichartige Parzellenausrichtungen.
Die vorgeschlagenen Bebauung unterstützt durch ihre Orientierung, ihre Massstäblichkeit, ihre Dichte, ihrer Materialisierung und ihrem gestalterischen Ausdruck das charakteristische Erscheinungsbild des Ortes. Die Ausrichtung der Gebäude nutzt die gesamte Tiefe der Parzelle, was eine räumliche Ausweitung in Vorplatz- bereiche und Hofflächen gewährt. Daraus ergeben sich Blickbeziehungen zwischen Talstrasse und Steinrain und Durchblicke in die nähere Umgebung und Landschaft. Die Satteldächer orientieren sich quer zum Baukörper. Die Giebelrichtung akzentuiert die Kraft der Engestelle, verweist auf die Topographie und generiert überhohen Wohnraum.
Im Erdgeschossbereich werden frei unterteilbare Grundrisse für Dienstleistungen, gewerbliche und öffentliche Nutzungen vorgesehen, die die Belebung des Dorfzentrums begünstigen. Das nördlichste Gebäude besticht durch seine prominente Lage. Im Obergeschoss befinden sich daher das Sozial- und Bauamt der Gemeinde Flüh-Hofstetten. Im ruhigeren und geschützteren Bereich des Areals befinden sich in den Obergeschossen Wohnungen für verschiedene Wohn-, Lebens- und Haushaltsformen.
Hofstetten Flüh CH
Ersatzneubauten
Leistungen
Projektwettbewerb 2006
Raumprogramm
Dienstleistung, Wohnen
Auftraggeber
TZW AG
Einwohnergemeinde Hofstetten Flüh
Leimgruber Architekten
Benjamin Leimgruber
Arlette Feltz Süssenbach
In Zusammenarbeit mit:
Thomas Bucher
Fabian Kaufmann
Grundmengen
Geschossfläche 5900m2
Nutzfläche 2900m2
Gebäudevolumen 19500m3